Jenseits des Vergessens

Blog von Amanda Koch

Frühling und Osterbrauch

Apr 092020

Der April steht ganz unter dem Zeichen des Osterfestes. Ostern wird nach dem kraftvollen Frühlingsvollmond, dem ersten Vollmond nach der Tagundnachtgleiche im März, gefeiert. Dieser christliche Feiertag wurde auf das germanisch-keltische Frühlingsfest gelegt, welches die Menschen nach der Christianisierung nicht aufgeben wollten. Ostern geht damit vermutlich auf eine germanische Frühlingsgöttin namens Ostara oder Eostrae (Eostre) zurück. Sie war eine Göttin des aufsteigenden Sonnenlichts und der damit verbundenen Energien des Neubeginns, der Wiedergeburt des Lebens. Die Wiedergeburtsthematik passt wiederum zum Tod-und Auferstehungsfest der Christen. Damit besitzt Ostern einen heidnischen Ursprung und viele alte Osterbräuche ranken sich um diese „heilige Zeit“. Das Osterfeuer symbolisiert beispielsweise die aufsteigende Sonne und erinnert daran, dass das ursprüngliche (vorchristliche) Fest um die Tagundnachtgleiche herum gefeiert wurde. Das geweihte Feuer galt als segen- und schutzbringend.


Der Name Gründonnerstag kommt beispielsweise vom Brauch, im Frühling eine vitaminreiche Kräutersuppe aus neunerlei frischen Kräutern zu essen. Welche neun Kräuter du für die Suppe verwendest, kannst du ganz intuitiv entscheiden - ganz nach eigenen Geschmack. Es eignen sich Brennnessel, Löwenzahn, Giersch, Spitzwegerich, Sauerampfer, Vogelmiere, Taubnessel, Knoblauchrauke, Brunnenkresse, Frauenmantel, Schnittlauch, Thymian, sparsam Scharbockskraut, Petersilie, Bärlauch und viele andere Küchenkräuter. Neun ist dabei eine heilige Zahl und repräsentiert als „drei mal drei“ das Göttliche schlechthin. Nach altem Glauben ist es die Göttin in Gestalt von Jungfrau, Mutter und Weise, nach christlichem stehen Vater, Sohn und Heiliger Geist symbolisch für das Bild, um dem Menschen die unsichtbaren Energien näher zu bringen.

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Das Osterfeuer symbolisiert die aufsteigende Sonne und erinnert daran, dass das ursprüngliche (vorchristliche) Fest um die Tagundnachtgleiche herum gefeiert wurde. Das geweihte Feuer galt als segen- und schutzbringend. Wasser am Ostermontag aus einer frischen Quelle und vor Sonnenaufgang geschöpft, soll heilende Wirkung haben.

Spüre nach innen und öffne dein Herz!

Fühle während der Ostertage in dich hinein. Welche Bilder tragen dich nach dem Frühlingsvollmond? Du kannst dich fragen: Welche Kraft treibt meine Gedanken und mein Handeln an? Welche Schwingung tief in mir nährt all meine Gedanken und bestimmt daher mein Denken? Wer bin ich und wer möchte ich wirklich sein?

In dir lebt deine Wahrheit. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Es gibt nur deinen Weg, der dich durch dein Leben begleitet. Und Bilder, Mythen und Religionen sind nur verschiedene Weisen sich dem tieferen Sinn des Lebens zu nähern und der Energie, die schwingt.

Mein Herz grüßt dein Herz.

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(c) Texte aus dem aktuellen Mondjournal und dem Jahreszeitenjournal - Erinnere dich an deine Magie, das im August 2020 erscheint. 

Rezept für eine keltische Kräutersuppe zu Gründonnerstag:

Zutaten: 250g Kräuter der neun Kräuter deiner Wahl
50g Butter
Salz
1 Zwiebel
2-3 Bärlauchblätter (oder Knoblauch)
2 EL Vollkornmehl,
¾l Gemüsebrühe
250g Sahne
Pfeffer, Muskat
Zum Garnieren: Ein paar frischen Blüten z.B. Gänseblümchen und ggf. ein Klecks Sauerrahm
Zubereitung: Die kleingehackte Zwiebel und ggf. den Knoblauch in geschmolzener Butter glasig dünsten. Mit Mehl bestäuben und anschwitzen lassen. Gieße dann die Hälfte der Gemüsebrühe und der Sahne hinzu und lasse alles kurz aufkochen lassen.
Gebe dann die kleingeschnittenen Kräuter mit der zweiten Hälfte der Brühe und Sahne dazu, püriere alles und lass es weitere zehn Minuten ziehen – nicht kochen, damit die Vitamine erhalten bleiben! Dann mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

 

 

 

 

Was bestimmt, wie wir leben?

Apr 032020

Das, was unser Denken aus unserem tiefsten Inneren nährt, beeinflusst auch unser Fühlen und unser Handeln. Anders gesagt: Unsere Werte und unsere Praktiken führen zu unserem Wohlbefinden oder zu körperlichen, psychischen und energetischen Störungen.
Wir bewegen uns auf eine Weise, wir haushalten auf bestimmte Weise mit unserer Lebensenergie und wir richten unseren Geist und unsere Sinne auf etwas in der Welt aus. In jedem Augenblick jedoch strömen unzählige Sinneseindrücke auf uns ein. Wir jedoch filtern diese und nehmen nur das auf und wahr, worauf wir innerlich ausgerichtet sind.
Zudem sehen wir nur 7% von dem, was wirklich um uns geschieht. Mehr erfasst unser menschliches Auge nicht. Wir agieren zu 95% unbewusst und sind nur zu 5% bewusst (im Wachzustand). Das bedeutet, dass wir über unser Unterbewusstsein unglaublich viel aufnehmen.
Werden wir nun durch eine Welle der Angst, der Unsicherheit, der Überforderung oder vielleicht auch Wut überrollt, die durch Machtlosigkeit hervortritt, blockiert uns das energetisch in unserem unteren Energiezentrum, dem Wurzelchakra, aber auch im Solarplexus und Herzchakra.
Das Wurzelchakra steht energetisch für unser Urvertrauen & unser Vertrauen ins Leben. Es ist dem Element Erde zugeordnet und lässt uns spüren, wie verwurzelt wir sind. Von den Sinnesorganen ist es der Nase zugeordnet und (motorisch) den Ausscheidungsorganen (Daher haben die Menschen, die Klopapier gekauft haben, einfach nur ihr Empfinden von Entwurzelung der Welt gezeigt. Das was im (unsichtbaren) Energiekörper geschehen ist, haben sie gespürt und auf diese Weise in die Welt gespiegelt.).
Das, was derzeit durch den C-Virus energetisch noch geschieht, sind Störungen bzw. Blockaden des Solarplexus, der Bauchregion über dem Bauchnabel, der für Lebensfreude steht und dem Element Feuer zugeordnet ist. Wir verlieren unser Lebensfeuer und unsere Kraft, wenn auch dieses Chakra in seiner Schwingung gestört wird. Unsere Augen oder die Füßen können es uns zuerst zeigen. Oder unser Immunsystem, das mit dem Solarplexus verbunden ist.
Zudem betrifft es noch das Herzchakra. Ist es gestört oder blockiert kann sich das durch die Haut, Haare und Zähne zeigen oder an (kalten) Händen, ggf frieren wir viel schneller.
Die gesamte Vitalhülle wird schwächer.

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Daher kannst du einiges für dich tun:

1. Laufe viel barfuß, gern draußen, um das frische Grün unter deinen Füßen zu spüren
2. Praktiziere Yoga für dein WurzelChakra, SolarplexusChakra und HerzChakra (das sind jene Energiezentren, die derzeit am häufigsten gestört oder blockiert werden) z.B. durch Asanas, die dich erden, Rumpfdrehungen & herzöffnende Asanas
3. Atme ganz bewusst – werde dir mindestens dreimal tgl deines Atems bewusst. Spüre, dass du atmest und beobachte dein Ein- und Ausatmen
4. Zentriere dich über deinen Atem und verwurzele dich
5. Meditiere (am besten in der Morgendämmerung, die ist gerade magisch)
6. Ernähre dich gesund und vitaminreich – frage deinen Körper, was er braucht
7. Genieße dein Essen und sei von Herzen dankbar dafür
8. Trinke viel frisches Wasser
9. Bewege dich an der frischen Luft
10. Tanze und höre Musik
11. Sei kreativ
12. Räume auf und tauche in die Energie der Erneuerung
13. Chille den ganzen Tag, wenn dir danach ist (uns wird Zeit geschenkt)
14. Lese ein Buch
15. Schreibe ein Buch. Schreibe Tagebuch oder versende Herzensgrüße
16. Genieße deine Familie
17. Genieße die Magie des Frühlings
18. Sei dankbar für alles was du hast!
19. Segne deinen heiligen Weg, indem du deine Füße massierst oder einölst.
20. Lass abends vor dem Einschlafen alles Belastende und Vergangene los, schlafe erholsam und erwache am Morgen für einen neuen Tag voller Wunder. Das ist die buddhistische Lebensweisheit, die uns den Sinn des tgl Loslassens, des Sterbens (wenn wir schlafen verlässt unser Seelenbewusstsein den Körper) und des neuen Erwachens zeigt. Wir erleben diesen Kreislauf jeden Tag und jede Nacht.
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Die Magie der Nächte zwischen den Zeiten

Dez 222019

Das Sonnenjahr ist länger als das Mondjahr und die Tage und Nächte dazwischen werden Rauhnächte genannt. Ihnen wird eine besondere Magie zugesprochen und in alter Überlieferung gibt es viele Rituale und Bräuche. Entscheide dabei immer selbst, was sich für dich stimmig anfühlt, folge nicht einfach einem Ritual, das du nicht mit deinem Herzen hinterfragt hast.
Für mich ist es wichtig diese Tage und Abende in Harmonie zu verbringen, Zeit für mich zu haben, um das Jahr zu reflektieren und um zu meditieren. Bei all dem geht es mir darum sein zu dürfen, ohne ein besonderes Ziel zu verfolgen. Denn in dieser Gelassenheit kann ich leichter empfangen, was sich zeigen darf.

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Die Natur mit ihrer YinEnergie unterstützt dich in den noch langen dunklen Nächte in die Stille zu gehen, um all das zu reflektieren, was dich ausmacht und um das zu empfangen, was Neues zu dir kommen darf. Du kannst diese Zeiten aber auch einfach nur spüren und im Fluss deiner Lebensenergien sein. Du kannst Tagebuch führen, um dir deiner Gedanken bewusst zu werden und alles festhalten, was dir in der Natur, in deiner Familie oder zusammen mit anderen bewusst wird. Auch kannst du Altes loslassen, damit sich Neues manifestieren darf.

Spüre in die Kraft deiner Seele. Du bist ein Kind von Himmel und Erde. Du bist ein Kind des Lichtes und der Liebe. Spüre hinein in dein Herz, öffne dich für die Liebe und sei bereit Liebe zu geben.
Für mich ist diese Zeit schon immer eine der magischsten des Jahres. Meine Urgroßmutter riet mir als Kind in diesen Nächten besonders auf meine Träume zu achten. „Sie verraten dir etwas über dich, was sonst tief verborgen ist“, hat sie geflüstert und so begann ich in dem göttlichen Universum an Wunder zu glauben. Zudem riet sie mir, stets liebevoll zu mir selbst und zu anderen zu sein. „Bleibe immer in der Kraft deines Herzens und in der Liebe“, waren ihre Worte. Heute liegt für mich in dieser Achtsamkeit und der Liebe nicht nur der größte Zauber der Weihnacht sondern des Lebens. Wenn wir in der Liebe sein können, erleben wir Wunder.

Alles Liebe, Geborgenheit und Freude der Weihnacht, die als Segen im neuen Jahr bleiben.

Die Wiedergeburt des Lichtes. Yule

Dez 212019

Heute bricht die längste und dunkelste Nacht des Sonnenjahres an und in diese Dunkelheit kannst du nun all das hineinlegen, was nicht länger bei dir bleiben braucht. Reflektiere heute noch einmal die letzten Wochen und werde dir bewusst, was sich durch die Zeit alles verändert hat … das Element Feuer wirkte die Tage in seiner Kraft noch einmal sehr intensiv und auch die Mondin unterstützte uns beim Loslassen, von all dem was uns noch behinderte, vollkommen in unser Licht zu treten.
Nun steht die längste Nacht bevor. Wie wunderbar. Schreibe mit der Dämmerung alles auf ein Blatt Papier, von dem fühlst, was wirklich gehen darf: angefangen bei Gedankenmustern, die dich noch immer begrenzen, alten Glaubenssätzen oder Überzeugungen, die dich nicht wachsen lassen, bis hin zu körperlichen Anspannungen und Verspannungen oder Schmerzen, und werde dir bewusst, dass deine Ansichten deine Wirklichkeit erschaffen. Nur du kannst es verändern.
Dann übergib das beschriebene Blatt dem Feuer. Wir in unserer Familie machen draußen ein kleines Feuer. Du kannst es aber auch gern in einer Feuerschale verbrennen. Es gibt da kein richtig oder falsch.

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Werde Dir vor dem Schlafen bewusst, dass du in den letzten Wochen und auch noch einmal in der Nacht, alles getan hast, was dein inneres Licht nun erstrahlen lässt. Morgen um 5.19 Uhr ist die Sonnenwende und nicht nur in der Natur wird das Licht aus der Dunkelheit heraus neu geboren. Auch du erlebst die Widergeburt deines Lichtes und diese magische Zeit kannst du für eine Meditation nutzen: Visualisiere dein inneres Licht. Stelle dir vor, wie deine innere Sonne in deinem Bauchraum mit jedem Atemzug heller zu strahlen beginnt. Fühle einfach was es braucht. Was dein Körper braucht und was du brauchst.
Fortan wird sich nun dein Wirken mit Hilfe des Erdelementes in der Welt manifestieren. Mit den länger werdenden Tagen wird es allmählich mehr seinen Ausdruck in der Welt finden. Die Magie der Rauhnächte, die nun folgen, unterstützen dich für die nächsten 12 magischen heiligen Nächte auf besondere Weise.

 

 

Entdecke die Magie des Feuers bevor das Licht neu geboren wird

Dez 142019

Die volle Mondin nimmt bereits ab und unterstützte uns die Tage im Loslassen. Nun steht die magische Zeit vor der Wintersonnenwende symbolisch nicht länger für das Element Wasser sondern für das Element Feuer. Charakteristisch für das Feuer ist seine aktive Energie, die stark nach außen strebt. Sie ist vergleichbar mit dem Hochsommer, wenn wir das hellste Licht und größte Wärme genießen. Diese aktive (Yang)Energie entspricht der des Herzens. Immer wenn wir uns freuen, lachen oder glücklich sind, öffnet sich unser Herz und unser Körper wird erfüllt mit dieser Schwingung. Mit dieser Energie gehen wir aktiv in die Handlung.

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Dein neues Gedankenmuster oder das Gefühl, das du in der letzten Woche aufrecht gehalten hast – bestimmen nun dein Tun und deine Handlungen im Alltag. Nutze die Magie des Feuers, um dein inneres Licht durch dein Tun erstrahlen zu lassen. Dein Tun stimmt mit deinen innersten ehrlichen Gedanken und Emotionen überein und du wirst erfahren, dass du der Schöpfer deines Lebens bist. Gestalte das Wunder das du bist, aktiv mit und lasse dein Licht erstrahlen. Einen wundervollen dritten Advent.

Die Magie des 2. Advent

Dez 082019

Die magische Zeit geht weiter. Der 2. Advent steht symbolisch für das Element Wasser. Mit Wasser assoziiert man seit jeher das Weiche und Nachgiebige. Wasser besitzt die Fähigkeit etwas aufzunehmen, zu speichern, zu bewahren und zu nähren. Damit symbolisiert es die weibliche Urkraft.

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Lausche heute besonders deiner Intuition. Welches Gefühl, dass deinem wahren Inneren entspringt, möchtest du in den nächsten Tagen aufrecht halten? Welchen (neuen) Gedanken möchtest du Raum geben? Was möchtest du verändern oder intensiver leben? Schenke dir an diesem Tag deine volle Aufmerksamkeit. Denn dort wo deine Gedanken sind, ist auch deine Energie. Werde zum Beobachter und spüre deine Essenz (deine Seelenkraft). Halte neue Gedanken oder ein neues Gefühl über die Woche hinweg aufrecht. Du wirst spüren, dass sie stärker werden und beginnen wollen, sich zu manifestieren.

Alles Liebe für dich, danke, dass du da bist, du wundervolles Du.